25.01.2019 | Telefonjoker feiert 1. Geburtstag

Genau heute vor einem Jahr wurde der Telefonjoker eröffnet -  ein telefonischer Sprachmittlungsdienst für Ehrenamtliche und Geflüchtete. Zum Einjährigen ziehen wir eine erste Bilanz.

„Beim Telefonjoker handelt es sich um ein Projekt, das auf die Bedarfe in Brandenburg angepasst ist. Inzwischen erreichen uns aber schon Anrufe aus ganz Deutschland.“, sagt Mai Micklisch, Projektleitung vom Telefonjoker. „Das zeigt uns, dass der Bedarf nicht nur in Brandenburg besteht, sondern auch in anderen Bundesländern.“ Aus dem Flächenland Brandenburg seien dennoch über die Hälfte aller Anrufe eingegangen. Davon die meisten aus den Landkreisen Uckermark, Cottbus und Oberhavel.

„Bei den meisten Gesprächen übersetzen wir in den Bereichen Gesundheit, Schule und Kindergarten oder bei Rechtsberatung.“, erzählen die Sprachmittelnden des Projektes. Hierbei wird jedoch ausschließlich die Übersetzung vorgenommen. Eine Beratung wird nicht über die Servicenummer geleistet.

Entstanden ist das Projekt durch viele Anfragen besonders von ehrenamtlich in der Arbeit mit Geflüchteten engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Immer wieder benötigen sie spontan kurze und kostengünstige Übersetzungshilfen. Viele investieren bereits viel Geld in ihr Engagement und können darüber hinaus nicht auch noch für Sprachmittlungskosten aufkommen, zumal sie oft nicht wissen, wann sie diese genau brauchen.

„Wir haben uns an den Bedarfen der Zielgruppe ausgerichtet und versuchen mit unseren Projekten immer Menschen in der gesamten Fläche des Landes Brandenburg in ihrem Engagement zu unterstützen.“, sagt Juliane Mucker, die Geschäftsführerin vom Trägerverein Gesellschaft für Inklusion und Soziale Arbeit – ISA e.V.

Der telefonische Sprachmittlungsdienst für die Sprachen Persisch und Arabisch ist immer montags bis freitags in der Zeit von 14-17 Uhr unter den Nummern 01806-5653701 (Arabisch) und 01806-5653702 (Persisch). Die Kosten werden pro Anruf abgerechnet und betragen 0,20€ aus dem dt. Festnetz und 0,60€ aus dem dt. Mobilfunk. Das Projekt wird vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert und vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg kofinanziert.