Beratung und Reflexion

In der ehrenamtlichen Betreuung von Geflüchteten kann es immer wieder zu schwierigen oder konfliktbeladenen Situationen kommen. Mal sind es die Schilderungen von grausamen Ereignissen, die Sie Belastungen aussetzen, zu anderen Zeiten treffen Sie mit Ihrem Engagement auf Unverständnis oder gar schroffe Ablehnung, und manchmal fühlen Sie sich von den hauptamtlich Verantwortlichen in der Kommune einfach nur im Stich gelassen. In der angebotenen Gruppensitzung werden problematische Erfahrungen und belastende Erlebnisse gemeinsam unter fachlicher Anleitung besprochen. In einer geschützten Atmosphäre schafft diese Gruppenberatung, die auch als Supervision verstanden werden kann, die Gelegenheit, sich mit anderen auszutauschen und zu hören, welche Erfahrungen andere machen. Und wenn möglich, werden in der Gruppe auch Lösungen gefunden, wie zukünftig solchen Situationen begegnet werden kann.

Der Austausch unter fachlicher Anleitung mit anderen Ehrenamtlichen bringt neue Anregungen und Ermutigung. Die möglichen Themen der Gruppenberatung bestimmen die Erfahrungen der Teilnehmenden. In der Vergangenheit standen u.a. diese Inhalte im Mittelpunkt der Gespräche:

  • belastende Erfahrungen bzw. enttäuschte Erwartungen in der Begegnung mit Geflüchteten
  • die eigene Rolle in der Begleitung von Geflüchteten
  • Grenzen und Grenzen setzen
  • eigene Ängste
  • bürokratisches Verhalten und mangelnde Unterstützung seitens der Behörden
  • die Zusammenarbeit mit anderen Ehren- und Hauptamtlichen

Für die Gruppenberatung ist es empfehlenswert, mehrere Sitzungen einzuplanen.

ReferentInnen:
Parichehr Scharifi: Pychotherapeutin
Irene Thöne: Psychologin, systemische Therapeutin