Wenn die Luft raus ist ... Motivation und Selbstfürsorge im Ehrenamt

Mit großem Engagement und Einsatz haben viele Menschen in den vergangenen Monaten freiwillig Verantwortung in der Flüchtlingshilfe übernommen. Ehrenamtliche werden dabei häufig mit belastenden Situationen und dramatischen Lebensereignissen konfrontiert. Gleichzeitig lässt die Dringlichkeit der Aufgaben oft wenig Raum für die Reflexion eigener Gefühle und Grenzen. Wenn sich nun manchmal Ernüchterung und Erschöpfung zeigen, wenn „die Luft raus ist“, dann lohnt es sich, einen Blick zurückzuwerfen, sich mit anderen über die bisherigen Erfahrungen auszutauschen und neue Ziele und Handlungsstrategien zu entwickeln.

Ausgehend von persönlichen Beispielen und Fragen der Teilnehmenden werden Denkanstöße zum Umgang mit emotionaler Anspannung gegeben, körperliche Warnsignale und Risiken verdeutlicht und Werkzeuge an die Hand gegeben, die die Freude am Helfen erneuern können. Anhand der Wünsche und Interessen der Teilnehmenden können folgende Themen behandelt werden:

  • Motivation und Werte: Was ist mir wichtig, wie kann ich andere motivieren?
  • Probleme lösen: Wie mache ich das eigentlich und geht es auch anders?
  • Grenzen setzen: Wo sind meine Belastbarkeitsgrenzen und wie respektiere ich sie?
  • Kraftquellen und Hilfsangebote: Was stärkt mich und wer kann mich wie unterstützen?
  • Rollenverständnis: Was braucht ein freiwilliger Flüchtlingshelfer und wo liegen meine Schwerpunkte?
  • Hürden und Tücken im Alltag: Wo klemmt es immer wieder, wie lösen andere das?